USt Optierung nach §9 in MO buchen/kontieren

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11 Kommentare

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    Ulf Dunkel

    Hallo Thorsten,

    die Rechnung muss m.E. einfach als Nettobetrag gebucht werden, also ohne eine ggf. voreingestellte VSt.

    Ich habe dazu nach 3 Sekunden z.B. diesen Link gefunden:

    https://www.buhl.de/wiso-software/forum/index.php?thread/82015-rechnungen-von-einem-kleinunternehmer-montagehelfer-ohne-mwst-buchen/ 

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    Thorsten Pistler

    Hallo Ulf,

    vielen Dank für deine Antwort erstmal, aber ganz so einfach ist das nicht befürchte ich :(

    Hier ein Haufe Artikel dazu: https://www.haufe.de/finance/haufe-finance-office-premium/option-zur-umsatzsteuer-31-vorteile-der-option-bei-grundstuecksverkaeufen_idesk_PI20354_HI1087338.html

    Die erste Zeile der Tabelle trifft auf mich zu.

    Bei deinem Beispiel buche ich ja den Brutto=Netto Betrag und kann die VSt nicht ziehen.

    Bei der Optierung wird der Nettobetrag bezahlt und ich darf die VSt nicht ziehen, da der Verkäufer optiert hat, bzw. die MwSt nicht ausgewiesen hat. Das ist $ 9 UStG, was optiert werden kann steht im § 4 UStG, u.a. Gewerbeimmobilien.

    D.h. die Immobilie kostet eigentlich 119000EUR, ich muss aber nur 100000 EUR bezahlen

    Konzeptionell habe ich das verstanden um halt die Erwerbsnebenkosten (wie Notar, Kredit Grunderwerbsteuer, Courtage usw) niedrig zu halten, aber wie setze ich das in der USt Anmeldung um.

    Soweit ich weis muss ich die VSt erstmal ziehen und durch irgend eine Magic wieder zurückführen, so dass der Betrag einmal als + und einmal als - in der Anmeldung auftauchen muss, so dass das FA "bescheid weiss".

    Vielen Dank für weitere Ideen

     

    Gruß

    Thorsten

     

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    Ulf Dunkel

    Hallo Thorsten,

    m.E. ist der Verkauf einer Ferienwohnung USt.-frei, weshalb Du da gar nichts weiter buchen müsstest.

    https://www.buhl.de/steuernsparen/verkauf-der-ferienwohnung/ 

    Verkaufserlös umsatzsteuerfrei

    Nun hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass der Verkauf einer Ferienwohnung, die zuvor umsatzsteuerpflichtig vermietet wurde, eine “Geschäftsveräußerung im Ganzen” darstellt. Und diese ist gemäß Gesetz umsatzsteuerfrei.

    Dies gilt auch bei Verkauf einer einzelnen Ferienwohnung. Auf dem Verkaufspreis muss also keine Umsatzsteuer berechnet werden. Und bei Verkauf innerhalb von zehn Jahren erfolgt auch keine nachteilige Berichtigung der Vorsteuer.

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    Thorsten Pistler

    Hallo Ulf,

    vielen Dank noch mal, aber auch das trifft auf mich nicht zu, da es sich bei dem Verkauf eben nicht um eine "Geschäftsaufgabe im Ganzen" handelt, steht ausdrücklich im Vertrag zur USt-Optierung.

    Ich habe die Wohnung von einem Unternehmen gekauft, das es hat bauen lassen.

    Ich habe aber schon etwas gefunden, und zwar unter dem Stichwort "Reverse-Charge-Verfahren".

    Das bezieht sich in dem Beispiel auf Bauleistungen aus dem Ausland, das gibt es aber auch für innengemeinschaftlichen Erwerb. Ich kenne mittlerweile die Kennziffern in der USt Anmeldung und es gibt im SKR03 auch Konten dazu. Ich muss das jetzt nur noch auf meinen Fall "zurechtbiegen".

    Ich werde meine Lösung hier Posten und zur Diskussion stellen. Vielleicht gibt es bessere Lösungen oder jemand hat das gleich Problem.

    Melde mich...

    Gruß

    Thorsten 

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    Ulf Dunkel

    Hallo Thorsten,

    ich kenne das Reverse-Charge-Verfahren im Zusammenhang mit dem Kauf von Softwarelizenzen aus der Schweiz (Threema Work). Unser Pflegedienst ist nicht USt.-pflichtig, muss aber auch hier die fällige USt. zahlen. Daher mussten wir uns dafür vom Finanzamt eine UStIDNr. geben lassen und müssen jedes Quartal einmal in MO die Einstellungen ändern, damit wir die USt. überhaupt buchen und die USt.-Voranmeldung absenden können. (Anschließend muss die Einstellung in den Firmendaten wieder zurückgesetzt werden.)

    Welche Konten willst Du in SKR03 benutzen?

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    Thorsten Pistler (Bearbeitet )

    Hallo Ulf und andere Interessierte,

    (Als kleine Ergänzung: Die Wohnung wird von mir gewerblich mit USt vermietet)

    Ich habe das jetzt erstmal wie folgt gemacht:

    Für den Verkäufer ein Kreditor 7000x angelegt

    Dann den Nettobetrag von 3120 (Bauleistung Inlandsunternehmer 19%) an Kreditor gebucht.

    In den Verbindlichkeiten taucht dann natürlich der Bruttobetrag auf.

    MO bucht dann automatisch die MwSt wie folgt:

    1577 (abziehbare Vorsteuer 19%) wird in Zeile 58 mit der Kennziffer 67 in der USt Anmeldung eingetragen

    1786 (Umsatzsteuer 19% an §13b Bauleistungen) wird in Zeile 42 mit der Kennziffer 85 und der Bemessungsgrundlage (100.000 EUR) mit Kennziffer 84 in der USt Anmeldung eingetragen.

    Die 19000 EUR Mehrwertsteuer ist auf der USt Anmeldung somit wertfrei und die Zeile 68 der USt Anmeldung ist leer, wenn man nur diese eine Buchung hat.

    Ich denke, das das aus Sicht der USt Anmeldung soweit richtig gebucht ist.

    Jetzt habe ich noch Verbindlichkeiten gegenüber dem Kreditor und noch keine Anlage.

    Die Wohnung ist eine Privateinlage. 7000x an 1890 könnte das heilen, aber wie bekomme ich das in die Anlagenbuchhaltung? Das o.g. 3120 funktioniert nicht als Verrechnungskonto in der Anlagenbuchhaltung! (Habe ich jetzt ein Brett vor dem Kopf?) 

    Ideen?

    Dank & Gruß

    Thorsten

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    Ulf Dunkel

    Klingt spannend, Thorsten.

    Ich habe zum Jahresanfang 2 Pkw gekauft - ganz normale Kaufbuchungen und dann habe ich die Anlagegüter manuell in "Buchhaltung > Anlagegüter" angelegt.

    https://www.monkey-office.de/doc/Buchen_im_Sachanlagenbereich.html 

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    Thorsten Pistler

    Hallo Ulf,

    wenn man das manuell nachträglich als Anlage ohne Verrechnungskonto bucht wird in der Buchhaltung keine Zugangsbuchung erzeugt.

    Meine Idee ist jetzt die Interiörrechnung, die ganz normal mit VSt Abzug gebucht werden kann, als erstes zu buchen, und den Kreditor als Verrechnungskonto anzugeben. So habe ich das mit allen anderen Anlagen (Laptop usw.) auch gemacht.

    Dann habe ich in der Buchhaltung eine Zugangsbuchung und kann dann die Wohnung, Grunderwerbsteuer, Notar und Makler als weitere Zugänge auf 80 SKR03 in der Anlagenbuchhaltung buchen.

    Bin gespannt, was bei den Abschreibungsbuchungen hinten rauskommt...

    Gruß

    Thorsten

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    Ulf Dunkel

    Ich hatte zuerst die Zugangsbuchung mit Kreditorenkonto gebucht und dann das Anlagegut nachgebucht. :-o

    LG, Ulf

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    Thorsten Pistler

    ... also erst 320 an 7000x mit der Eingangsrechnung und dann noch mal in der Anlagenbuchhaltung auf 320 mit AfA 4832 ohne Verrechnungskonto?

    BG

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    Ulf Dunkel

    Ja, genau. Bei mir heißen die Konten anders (SKR04, Pkw-Kauf), aber vom Prinzip her hab ich es so gemacht.

    Buchhaltung > Soll-/Haben-Buchungen:
    01.01.2021 - RE Pkw-Kauf - 0520 an 71005 - 10.000 €

    Buchhaltung > Anlagegüter:
    01.01.2021 - Pkw <Kennzeichen> - 0520 (Anlagen-Konto) an 6222 (AfA-Konto)

    Dadurch habe ich den Kauf gebucht und die jährlichen Abschreibungen vorbereitet, die ich am Jahresende als Automatikbuchungen auslöse.

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